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ENTFEUCHTUNGSSYSTEME

Die wichtigsten Systeme zur Mauerwerkentfeuchtung im Überblick und kurz erklärt.


Mauerwerkentfeuchtung

Mauersägeverfahren

Die Mauer wird mit einer Diamantsäge oder einem Diamantseil über dem Fußboden durchgeschnitten. In die Schnittstelle (2) wird danach eine Dichtfolie eingebracht und der Restspalt mit Dichtbeton verpresst. Effektives und sicheres System. Jahrzehntelange gute Funktion.

Optimalfall: Es gibt keinen Keller und im gesamten Objekt wird der Fußbodenaufbau von Grund auf neu errichtet.

Nachteil:

Eingriff in die Gebäudestruktur. In bewohnten Objekten nur begrenzt einsetzbar. Mauerbereiche unter der Abdichtungsebene bleiben nass. Die Dichtfolie darf nicht verputzt werden. Feuchtebrückengefahr!


Bild 1. Feuchtigkeit dringt in die Mauer und steigt bis zur Abdichtung (1) hoch. Die Abdichtfolie muss durch den Verputz führen und sichtbar bleiben (2). Ist dies nicht der Fall, dringt kapillar aufsteigende Feuchtigkeit (3) über den Verputz in den Mauerbereich oberhalb der Abdichtung. Die Mauer wird wieder Feucht (4).


Mauerwerkentfeuchtung

Stahlblech-Einschlagverfahren

Chromstahlbleche werden bei Ziegelmauerwerk in die Mörtelfuge eingeschlagen oder bei Beton- und Steinmauerwerk im Mauersägeverfahren eingebaut. Der Optimalfall ist, dass es keinen Keller gibt, dass das gesamte Objekt aus Ziegel besteht und dass der Fußbodenaufbau von Grund auf neu errichtet wird.

Nachteil:

Hohe Kosten. Starke mechanische Belastung (Erschütterung) der Mauer. Zerkratzte Bleche korrodieren auf der Unterseite (Feuchtigkeit und Salze). Mit der Zeit entstehen irreparable Schäden durch Rost im Mauerwerk. Kaum einsetzbar bei bewohnten Objekten und bei innen liegenden Wänden. Rohrleitungen, Kamine etc. können nicht durchtrennt werden. Wandbereiche unterhalb der Abdichtung bleiben feucht (Bild 2). Eine erneute Mauerwerksanierung ist nur noch mit hohem materiellen und finanziellen Aufwand möglich.  

Mauerwerkentfeuchtung


Sperrputz-Abdichtverfahren

Der geschädigte Altverputz wird abgetragen. Eine Dichtschlämme sorgt zusammen mit dem Sperrputz für die Dichtheit. Die nach wie vor vorhandene Mauerfeuchte ist dadurch eine Zeit lang nicht zu sehen oder zu bemerken. Im Optimalfall bleibt die Maueroberfläche über mehrere Jahre trocken. Bei den gängigen Putzen handelt es sich zumeist um zementhaltige Sperrputze, welche Wasserdampf einigermaßen passieren lassen, aber leicht hydrophob eingestellt sind. 

Nachteil: 

Das Mauerwerk trocknet nicht ab. Nachdrängende Feuchtigkeit kann nicht entweichen. Sie steigt dadurch ständig in der Mauer weiterhin nach oben. Verputzschäden treten erneut auf. Die durchfeuchtete Mauer hat keine Wärmedämmwirkung. Ein bereits vorhandener Mauerschaden bleibt weiterhin unbehandelt.

Auszugsweise aus: http://de.wikipedia.org./wiki/Putz_(Bauteil)

Sanier- oder Opferputzverfahren

Analog wie beim Sperrputz, nur ohne Dichtschlämme. Sanierputze sind hydrophobierte und mit speziellen Luftporenbildnern versehene Kalkzementputze. Ihre Struktur begünstigt die Verdunstung aufsteigender Feuchte innerhalb der Putzschicht. Salze werden im Putzgefüge eingelagert. Schäden sind dadurch solange minimiert, bis die Poren vollständig mit Salz gefüllt sind. Sanierte Maueroberflächen bleiben über mehrere Jahre trocken. Räume sind so für eine gewisse Zeitspanne gut benutzbar.

Nachteil:

Ein Sanierputz funktioniert, bis die Salzablagerungen die Poren im Putz verstopfen und der Salzdruck den Verputz schädigt und von der Wand drückt. Der Opferputz ist stärker saugend als normaler Sanierputz und nimmt daher mehr Mauersalze auf. Nach ein bis zwei Jahren ist er mit Salzen gesättigt und fängt an, sich zu zersetzen. Er muss abgeschlagen und erneuert werden. „Er hat sich für das Salz geopfert“.

Auszugsweise aus: http://de.wikipedia.org./wiki/Sanierputz

Elektrophysikalische Verfahren

Diese stellen den Anspruch, die Feuchtebewegung im Mauerwerk in ihrer Richtung umzukehren. Also von einer aufsteigenden in eine absteigenden Bewegung. Elektroosmotische Systeme arbeiten mit Strom von 5–15 Volt und Elektroden im Mauerwerk. Elektromagnetische Verfahren wirken durch die Abgabe von elektromagnetischen Wellen kontaktlos und zumeist auch ohne Einsatz von E-Energie. Ihr Vorteil ist, dass sie kostengünstig sind, eine lange Funktions- und Wirkungsdauer haben und der Eingriff in die Bausubstanz gering ist.

Nachteil:      

Bei Mauern unter Erdniveau (Keller etc.) ohne funktionierende Vertikalabdichtung, ist die Wirkung gering bis nicht vorhanden. Eingemauerte Elektroden korrodieren unter Einfluss von Mauersalzen. Bei über 1,9 Volt findet Wasserelektrolyse statt. Es entsteht Gas (Wasserstoff, + Sauerstoff) innerhalb der Mauer.

Auszugsweise aus: http://de.wikipedia.org./wiki/Elektroosmose

Mauer-Injektionsverfahren

Mauerwerkentfeuchtung

Die Mauer wird in Abständen von 10–15 cm und in zwei oder mehr darüberliegenden Lagen bis min. 2/3 der Mauerstärke angebohrt. In die Bohrlöcher (Ø 10-15 mm) werden in unterschiedlichen Verfahren chemische Dichtsubstanzen eingebracht. Bei aufsteigender Bodenfeuchte klein flächig in untergeordneten Objekten einsetzbar. (Garagen, Lager, Gartenmauern etc.) Überall dort, wo Mensch und Tier nicht permanent von möglicherweise schädlichen Partikeln in der Atemluft beeinträchtigt werden

Nachteil:

Eingriff in die Objektstruktur durch Bohrlochkette. Chemische Dichtmittel in der Mauer. Wirkungsdauer (Max. 5 bis 15 Jahre). Nichtreversible Methode. Ungewissheit über Sanierungsmöglichkeiten bei erneut auftretender Mauerfeuchte. Beschränkt in der Wirkung bei dicken Steinmauern und Betonwänden sowie bei Vorkommen von Sickerwasser. Nicht einsetzbar bei Lochziegelmauerwerk.

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